Frauenbundesliga-Liveticker

Hamburg, 17.+18.11.2018


SC Bad Königshofen 3 : 3 Hamburger SK
1 Olga Girya 0 : 1 Monika Socko
2 Jana Schneider 0 : 1 Sarasadat Khademalsharieh
3 Polina Shuvalova 1 : 0 Sarah Hoolt
4 Tatjana Melamed 1 : 0 Filiz Osmanodja
5 Alexandra Obolentseva 1 : 0 Judith Fuchs
6 Anna Gvanceladze 0 : 1 Diana Baciu

SV Hofheim 4 : 2 TuRa Harksheide
1 Sonja Maria Bluhm 1 : 0 Laura Unuk
2 Inna Agrest 1 : 0 Julia Antolak
3 Karmen Mar 0 : 1 Maria Gosciniak
4 Christina Winterholler 0 : 1 Carina Brandt
5 Ulrike Rößler 1 : 0 Nathalie Wächter
6 Alena Kushka 1 : 0 Inken Köhler


14:25

Die Spiele sind beendet. Hofheim schlägt Harksheide und holt damit zwei wichtige Punkte im Rennen um den Klassenerhalt - dazu herzlichen Glückwunsch! Der HSK und Bad Königshofen trennen sich nach einem extrem umkämpften Matchverlauf mit 3:3, womit die Lage an der Tabellenspitze weiterhin offen bleibt (ich rechne damit, dass Baden-Baden aufschließt).

Die nächste Doppelrunde steht im Januar an. Dort treffen unter anderem Hamburg und Baden-Baden aufeinander, so dass es zu einer Vorentscheidung um die Meisterschaft kommen kann. Soweit von mir; ich danke allen Schachfreunden, die sich die Zeit genommen haben, hier mitzulesen.

14:20

Da war wohl doch nichts mehr mit Festung - Inna Agrest versenkt die Reste der schwarzen Stellung und macht damit den 4:2-Endstand fest.

14:13

Alena Kushka, das sechste Brett von Hofheim, verwertet ihren Vorteil und locht zum 3:2 für ihre Mannschaft ein. Vorn hat Inna Agrest mittlerweile zwei verbundene Freibauern im Springerendspiel:

Inna Agrest (SV Hofheim) - Julia Antolak (TuRa Harksheide)

Das mag sogar eine haltbare Festung aus schwarzer Sicht sein, aber am Ausgang des Mannschaftskampfes zugunsten von Hofheim wird es nichts mehr ändern.

14:03

Diana hat gewonnen, fast unmittelbar danach streicht Filiz die Segel. Hier lautet somit der Endstand 3:3 - ein Jammer, da war mehr drin gewesen.

13:53

Dianas Opfer war anscheinend korrekt (konnte jedenfalls am Brett nicht widerlegt werden), jetzt hat sie zwei Mehrbauern und ist auf der Zielgeraden. Filiz verliert wohl. Bei Hofheim haben inzwischen beide Spielerinnen deutlichen Vorteil in ihrem Endspiel erreicht, das sieht nach einem 4:2 aus.

13:43

Die Harksheider Spielerinnen klammern in zwei etwas schlechteren Endspielen, um wenigstens einen Mannschaftspunkt festzuhalten. Es kann noch dauern, bis hier eine Entscheidung feststeht.

13:35

Judith konnte ihre Stellung nicht mehr halten und hat soeben aufgegeben. Der neue Plan sieht vor, dass Diana gewinnt und Filiz Remis hält, andererseits ist das Endspiel an Brett 4 aus unserer Sicht hoffnungslos...

13:29

Sarasadat hat gewonnen und bringt Hamburg damit (vorübergehend?) in Führung. Im Nachbarmatch hat Sonja Maria Bluhm den Ausgleich für Hofheim geschossen.

13:26

Autsch - Judith hat schwer fehlgegriffen, glaube ich, und jetzt droht mit Dame gegen Läufer und drei Bauern sogar die Niederlage. Hoffentlich lässt sich der Schaden irgendwie reparieren...

13:17

Es gibt im Spielsaal nur eine enge Passage zu den vorderen Brettern, aber jetzt ist es mir doch einmal gelungen, einen Blick auf das zweite Brett zu werfen. Sarasadat hat in ein Turmendspiel abgewickelt, in dem sich ihr entfernten Freibauer leicht zum Sieg umsetzen lässt. In Kürze rechne ich mit der Hamburger Führung.

13:12

Bei Diana geht es jetzt ebenfalls zur Sache:

Anna Gvanceladze (SC Bad Königshofen) - Diana Baciu (Hamburger SK)

Schwarz hat gerade eine Leichtfigur ins Geschäft gesteckt; wenn Weiß den Springer schlägt - so toll sehen die Alternativen auch nicht aus - wird es um den weißen König herum eng. In dieser Phase scheint der HSK Oberwasser zu bekommen...

13:05

Die Schlacht um Helms Klamm ist geschlagen, aber der Kampf um Mittelerde ist noch im Gange: Judith muss jetzt versuchen, mit Dame und Turm unter den schwarzen Orks aufzuräumen. Wenn ihr das gelingt, müssen die restlichen HSK-Hobbits nur noch anderthalb Brettpunkte zum Mannschaftssieg beisteuern...

13:02

Judith hat es irgendwie geschafft, mit Schachgeboten die Umwandlung einer zweiten Dame zu erzwingen, welche Schwarz einen der gefährlichen Türme kostet. Damit ist der Weg zu einem vollen Punkt geebnet, wenngleich sich die Gegnerin immer noch nicht geschlagen gibt.

12:56

Das Endspiel von Filiz sollte objektiv verloren sein, das von Sarasadat hoffentlich gewonnen. Bei Judith geht es um alles:

Judith Fuchs (Hamburger SK) - Alexandra Obolentseva (SC Bad Königshofen)

Gibt es einen Sieg, gibt es überhaupt ein Dauerschach, oder muss sich Weiß den Mattdrohungen durch das schwarze Figurenkarussell geschlagen geben? Es folgte De7+ Kb6, ich blicke nicht durch. Was die Spielerinnen hier rechnerisch leisten müssen, sprengt jeden Rahmen.

12:50

Monika Socko holt einen vollen Punkt! Offenbar konnte ihre Gegnerin aus dem Eckspringer doch kein Kapitel schlagen, sondern musste mit ansehen, wie die versuchte Remisblockade am Zugzwang zerbrach. Olga Girya hat jetzt ein rabenschwarzes Wochenende hinter sich, für den HSK keimt damit wieder Hoffnung auf.

12:48

Sonja Maria Bluhm hat ihre Bemühungen eingestellt, direkt auf Matt zu spielen, und ist stattdessen mit zwei Mehrbauern ins Endspiel gegangen. Das dürfte demnächst das 2:2 für ihr Team sein.

12:45

Judith findet keinen Weg zum Sieg - der Doppelturm ihrer Gegnerin auf der vierten Reihe droht prinzipiell ein Dauerschach übers gesamte Brett. Sarasadat hat einen gesunden Mehrbauern:

Jana Schneider (SC Bad Königshofen) - Sarasadat Khademalsharieh (Hamburger SK)

Ich bin hoffnungsvoll, dass sie über die Technik verfügt, um einen weiteren vollen Punkt zu holen; wichtig wäre das aus Mannschaftssicht allemal.

12:40

Und so sieht es am letzten Brett von Hofheim gegen Harksheide aus:

Alena Kushka (SV Hofheim) - Inken Köhler (TuRa Harksheide)

Seit Stunden verteidigt sich Schwarz tapfer; es wäre für Harksheide extrem wichtig, wenn hier mindestens ein halber Punkt herausspringen würde.

12:37

Judith sieht nicht glücklich aus, selbst Diana quält sich. Licht sehe ich dagegen wieder am Spitzenbrett - die Zeit ist viel zu knapp für eine umfassende Analyse ihres Springerendspiels, aber vielleicht kann sich Monika mit Zugzwang oder ähnlichem befreien.

12:35

Bei Hofheim hat Sonja Maria Bluhm im Angriff etwas erreicht, was ich für eine Gewinnstellung halte. An Brett 2 ist ein Leichtfigurenendspiel mit gleiche vielen Bauern entstanden, das ebenfalls leicht besser für Hofheim aussieht. Die Stellung an Brett 6 ist höchst unklar, Diagramm folgt bei Gelegenheit.

12:30

Es läuft gerade gegen den HSK. Sarah hat verloren; bei Monika (Diagramm siehe vor zehn Minuten) haben sich über die Gabel auf f7 die Türme getauscht, und ihr Springer ist jetzt in der Ecke gefangen. Hoffnung gibt es bei Sarasadat, die einen Bauern mehr hat, und einen Schimmer davon sogar bei Filiz die sich mit "nur" einem Minusbauern ins Endspiel gerettet hat.

12:23

Monika hat ein eigentlich vorteilhaftes Endspiel erreicht, allerdings hat sich ihr Turm gerade verlaufen:

Monika Socko (Hamburger SK) - Olga Girya (SC Bad Königshofen)

Ich hoffe, sie weiß was sie tut und hat die Sache im Griff. Judith hat ihre Zeitnot überstanden, trotz Dame mehr ist sie allerdings ein Stück von einem vollen Punkt entfernt:

Judith Fuchs (Hamburger SK) - Alexandra Obolentseva (SC Bad Königshofen)

Solche Stellungen sind sehr unangenehm zu verwerten; wenn man nicht aufpasst und Schwarz in Schwung kommt, kann man ganz leicht ins Hintertreffen geraten. Es wäre alles viel einfacher gewesen, wenn sich in der heißen Phase irgendwo ein Matt gefunden hätte...

12:20

Carina Brandt hat für Harksheide gewonnen (auf Zeit?), das könnte ein ganz wichtiger Brettpunkt werden.

12:17

Zwei Partien sind gerade zu Ende gegangen, es steht 1:1 zwischen Hofheim und Harksheide im Abstiegskampf.

12:13

Bei Sarah spitzt sich die Lage zu:

Sarah Hoolt (Hamburger SK) - Polina Shuvalova (SC Bad Königshofen)

Wer beim Schach auf Königssicherheit setzt, hat hier schon verloren. Weiß setzte mit Sd6 fort, und ich habe keine Ahnung, was hier herauskommt.

12:10

Zwei weitere Momentaufnahmen aus dem Wettkampf Hofheim gegen Harksheide. Sonja Maria Bluhm belagert ihre Gegnerin, dafür wird Karmen Mar ihre Läden vielleicht bald für immer schließen müssen:

Lauru Unuk (TuRa Harksheide) - Sonja Maria Bluhm (SV Hofheim)

Maria Gosciniak (TuRa Harksheide) - Karmen Mar (SV Hofheim)

12:05

Es gibt eine Kehrtwende im anderen Kampf: Ulrike Rößler hat für Hofheim erfolgreich aufs Läuferpaar in offener Stellung gesetzt. Die Minusbauern fielen nicht ins Gewicht, stattdessen hat sie jetzt eine Figur gewonnen und kann wahrscheinlich die Partie in Kürze für sich entscheiden.

12:02

Die Ereignisse überschlagen sich an unserem fünften Brett gerade ein wenig:

Judith Fuchs (Hamburger SK) - Alexandra Obolentseva (SC Bad Königshofen)

Mit Se5+ Kd7 Lf8+ hat Judith die Dame gewonnen (für Turm und Leichtfigur).

11:58

Filiz steht vor den Trümmern ihrer Stellung. Ich wäre nicht überrascht, wenn dort die Partie gleich zu Ende ist. Sarasadat hat Vorteil im Endspiel. Judith hat Material geopfert, um schwere Geschütze vor dem König der Gegnerin aufzufahren - das sieht sehr vielversprechend aus.

11:52

Am fünften HSK-Brett gerät Judith gerade in extreme Zeitnot. Hoffentlich versagen nicht ihre Nerven!

11:50

Es passiert nach wie vor wenig im anderen Wettkampf. Das wenige sieht allerdings etwas besser für Harksheide aus. Nathalie Wächter hat, denke ich, Vorteil behauptet. Zwei Bretter weiter vorn fällt Maria Gosciniak jetzt ihre Gegnerin wild an und könnte ebenfalls Vorteil erringen. Inken Köhler schwitzt bei dem Versuch, ihren Laden zusammenzuhalten, aber nicht ohne Erfolgsaussicht.

11:45

Sarasadat zeigt ein beeindruckendes Stellungsverständnis: In ihrem Endspiel hat sie freiwillig das Läuferpaar aufgegeben und nimmt zusätzlich noch Strukturschwächen in Kauf, nur um mit ihrem Turm auf der zweiten Reihe eindringen zu können. Ich bin hoffnungsvoll, dass hier ein voller Punkt herausspringt.

11:38

Judiths Gegnerin hat sich auf einen weiteren taktischen Schlagabtausch eingelassen, der laut meinem Blitz-Instinkt eigentlich zu einem Sieg für unsere Spielerin führen sollte. Nur ist das mit den Instinkten so eine Sache, die Realität hat gelegentlich andere Pläne...

11:33

Judith hat ihren c-Bauern gegeben und gleichzeitig ihr Figurenspiel wieder in harmonische Bahnen gelenkt - das sieht jetzt deutlich freundlicher aus als noch vor einer halben Stunde. Bei Sarah haben sich ein paar Figuren abgetauscht, und in Kürze stehen möglicherweise beide Könige offen.

11:29

Sarasadat und Diana sind beim HSK zwei wichtige Felsen in der Brandung. Beide haben mit Schwarz einen stabilen Ausgleich erreicht, jeweils mit Potential zu mehr, wenn die Gegnerin nicht aufpasst. Angesichts der Position von Filiz (siehe meinen vorigen Kommentar) wird der Wettkampf voraussichtlich an unseren Weißbrettern entschieden.

11:24

Die Stellung von Filiz am vierten Brett gefällt mir gar nicht mehr:

Tatjana Melamed (SC Bad Königshofen) - Filiz Osmanodja (Hamburger SK)

Der letzte weiße Zug war Se2-d4, und unabhängig davon, dass man den Springer regelkonform schlagen kann, hängt bei Schwarz via e6 quasi die gesamte Stellung. Hier sehe ich die Gefahr einer ersten Null für unsere Mannschaft...

11:18

Es gibt (geringfügige) Zeichen von Entspannung im Nachbarkampf. An Brett 5 ist es aktuell Ulrike Rößler, die zwei Freibauern hat - allerdings beide auf der d-Linie und völlig harmlos. An Brett 1 hat Lauru Unuk mit g2-g4 (Stellung weiter unten) dem Angriff ihrer Gegnerin erst einmal einen Riegel vorgeschoben.

11:10

Sarah hat eine aussichtsreiche Angriffsposition, und auch Monika ist am Spitzenbrett am Drücker. Andererseits steht Filiz - trotz eines zwischenzeitlich zweiten Mehrbauern - unter Druck. Der Wettkampf Bad Königshofen gegen HSK steht genauso auf der Kippe wie das Match Hofheim gegen Harksheide.

11:02

Bei Judith hat sich die Stellung taktisch ein wenig beruhigt:

Judith Fuchs (Hamburger SK) - Alexandra Obolentseva (SC Bad Königshofen)

Aus prinzipieller Sicht heraus ist das Materialverhältnis vorteilhaft für Weiß. Allerdings sind die Figuren noch weitestgehend unkoordiniert, Schwarz hat gute Angriffspunkte, insofern ist alles andere als klar, wie die Stellung einzuschätzen ist.

10:58

Und hier der Vollständigkeit halber ein Diagramm von Brett 3:

Maria Gosciniak (TuRa Harksheide) - Karmen Mar (SV Hofheim)

Im Mannschaftskampf herrscht, wie man im Schach so sagt, dynamischer Ausgleich. An den Mittelbrettern ist wenig los. An Brett 2 sehe ich Harksheide leicht im Vorteil, an Brett 6 Hofheim. Und an den Brettern 1 und 5 geht die Post ab - kurz gesagt, in diesem Duell am Tabellenende kann alles passieren.

10:53

Es ist eine meiner Zielstellungen bei Livetickern dieses Umfangs, von jeder Partie mindestens einmal ein Diagramm zu zeigen. Und so präsentiere ich Brett 2 vom Kampf Hofheim gegen Harksheide, auch wenn dort kaum etwas los ist:

Inna Agrest (SV Hofheim) - Julia Antolak (TuRa Harksheide)

Sofern nicht ein Remisgebot kommt oder eine Spielerin eine Figur einstellt, rechne ich hier vorläufig nicht mit einer Entscheidung.

10:47

Was ich vorhin über die langweiligen Partieanlagen zwischen unseren Reisepartnern von Harksheide und den Gästen aus Hofheim geschrieben habe, muss ich relativieren. Sowohl an Brett 1 als auch an Brett 5 geht es inzwischen heiß her:

Laura Unuk (TuRa Harksheide) - Sonja Maria Bluhm (SV Hofheim)

Nathalie Wächter (TuRa Harksheide) - Ulrike Rößler (SV Hofheim)

An beiden Brettern ist so ziemlich jedes Ergebnis denkbar. Diese Partien werden wahrscheinlich vorentscheidenden Charakter für den Ausgang des Wettkampfes haben.

10:42

Sarasadat hat am zweiten Brett etwas abgewickelt:

Jana Schneider (SC Bad Königshofen) - Sarasadat Khademalsharieh (Hamburger SK)

Beide Seiten sind nicht optimal aufgestellt, aber ansonsten ist hier wenig los, insofern sehe ich ein grundsätzliches Potential zur Punkteteilung. Trotzdem wird wird unsere Spielerin vermutlich noch ein Weilchen kämpfen...

10:33

Filiz hat einen Bauern mehr, aber nicht von der Sorte, um die ich eine Schleife binden würde. Judith hat nach kurzem taktischen Geplänkel zwei Figuren für den Turm, ihre Gegnerin bekommt dabei außerdem ein oder zwei Bauern. Hier müssen sich erst die Wogen ein wenig glätten, bevor man einschätzen kann, wen das Scharmützel begünstigt.

10:24

An fast allen Brettern zwischen dem HSK und Bad Königshofen (ausgenommen vielleicht bei Sarasadat) könnte es bald zur Konfrontation kommen. Hofheim und Harksheide spielen dagegen größtenteils noch sehr gemächlich, zur Untermauerung ein Blick auf Brett 4:

Christina Winterholler (SV Hofheim) - Carina Brandt (TuRa Harksheide)

Spannung sieht anders aus. Aber das soll kein Vorwurf sein, auch in der Ruhe kann Kraft liegen...

10:18

Bei Sarah wird - eine Formulierung, die ich sehr gern verwende - kein halbes Schach gespielt:

Sarah Hoolt (Hamburger SK) - Polina Shuvalova (SC Bad Königshofen)

Das war wohl mal Spanisch und könnte in naher Zukunft ein wildes Raufen werden. Sarah ist allerdings noch nicht zu einem All-In bereit, sondern hat erstmal mit f3 etwas den Ball flach gehalten. Trotzdem werden hier potentiell bald die Fetzen fliegen...

10:14

Monikas Gegnerin hat beschlossen, ihren König auf f8 zu parken (Diagramm siehe weiter unten). Das ist nicht so schlimm, wie es aussieht, denn mit dem eigenen König in der Mitte kann sich Weiß auf absehbare Zeit keine taktischen Einschläge auf e6 erlauben.

10:10

Am sechsten Brett gerät Harksheide etwas unter Druck:

Alena Kushka (SV Hofheim) - Inken Köhler (TuRa Harksheide)

Das Problem von Schwarz ist, dass sie nicht so einfach zur Rochade kommt. Im Moment wäre Matt die direkete Folge, und auch nach einem eventuellen Figurentausch auf g5 sieht das nicht hundertprozentig safe aus. Von einer Verluststellung zu sprechen wäre maßlos übertrieben, aber die Schwarzspielerin muss jetzt sehr sorgfältig weiterspielen.

10:05

Ich möchte das parallel stattfindende Duell im Abstiegskampf nicht völlig vernachlässigen. So sieht es derzeit am Spitzenbrett aus:

Laura Unuk (TuRa Harksheide) - Sonja Maria Bluhm (SV Hofheim)

Da ist noch nicht genug passiert, um schon auf den Partieausgang zu wetten. Die Weißspielerin sieht jedenfalls optisch zufrieden aus, Schwarz muss aber nicht in Panik verfallen. Eine solide Partieanlage von beiden, würde ich sagen.

9:56

An Brett 6 bei uns ist von gestern auf heute Diana ins Team gerutscht. Schauen wir mal, wie es bei ihr läuft:

Anna Gvanceladze (SC Bad Königshofen) - Diana Baciu (Hamburger SK)

Den Bauern auf b4 sollte man sich besser nicht einverleiben, das kostet Material. Aber nach einem soliden Rückzug wie Lb7 (ich glaube, den hat sie tatsächlich gespielt) hat Schwarz keine Probleme.

9:53

Im Match zwischen Hofheim und Harksheide hat sich wenig getan. Nathalie Wächter hat nach 15 Zügen einen gedeckten Freibauern auf e6 (mit Weiß). An den restlichen Brettern ist bisher kaum etwas los; einige Stellungen sehen so aus, als könnte man sie bestimmt noch in Theoriebüchern finden.

9:46

Zu den schönsten Elementen des Livetickerns gehört für mich, wenn eine Spielerin mich viel später (am Abend oder am nächsten Morgen) auf die Dinge anspricht, die ich über ihre Partie geschrieben habe. Der häufigste Satz ist dabei "Wieso hat dir denn meine Stellung nicht gefallen?", diesmal O-Ton Sarah direkt vor Rundenbeginn.

Bei ihr sieht es ähnlich aus wie bei Judith: Sie schaut genauso streng wie am Vortag aufs Brett, und da sie gegen Hofheim auch am Ende relativ überzeugend gewonnen hat, gehe ich jetzt also mal davon aus, dass alles im grünen Bereich ist.

9:42

Ein Blick auf das Brett von Judith:

Judith Fuchs (Hamburger SK) - Alexandra Obolentseva (SC Bad Königshofen)

Ein sehr ähnliches Stellungsbild wie gestern, sie sieht genauso irritiert aus wie gestern, und letztendlich hat sie gestern gewonnen. Also kein Grund, sich Sorgen zu machen...

9:35

Filiz spielt schmerzbefreit wie immer (ein guter Vorwand, ihr mehrmals Schwarz zu geben):

Tatjana Melamed (SC Bad Königshofen) - Filiz Osmanodja (Hamburger SK)

Gerade hat sie sich auf e4 einen Bauern einverleibt. Ihre Gegnerin Tatjana Melamed scheint das locker zu sehen, jedenfalls hat sie sehr zügig Dc2 erwidert.

9:28

Andreas Albers, Kapitän der HSK-Mannschaft, hat gerade angedroht, sich in seinem Spielbericht auf meine Analysen berufen. Jetzt muss ich wohl doch immer zweimal auf die Stellungen schauen, bevor ich eine Bewertung raushaue. :)

Dazu ein kurzer Disclaimer: Beim Tickern verbringe ich gefühlt 90% der Zeit mit Schreiben und nur 10% mit Analysieren. Pro Brett sind dann nicht mehr als ein paar Sekunden drin. In der Vergangenheit sind mir dabei schon größere Missgeschicke passiert, z.B. als ich mal einer Spielerin eine Mehrfigur zugeschrieben habe und dabei vergessen habe, die Türme zu zählen... Ich hoffe, es gelingt mir heuer, allzu große Peinlichkeiten zu vermeiden.

9:25

Infolge der veränderten Aufstellungen haben mehrere Spielerinnen heute die gleiche Farbe wie gestern. Dazu gehört auch Nathalie Wächter, die es erneut mit einer Form von Vierbauernangriff mit Weiß versucht:

Nathalie Wächter (TuRa Harksheide) - Ulrike Rößler (SV Hofheim)

Immerhin diesmal mit Rochade, insofern ist nicht mit einem Supergau wie gestern zu rechnen. Aber erneut gibt es schon Spannungen im Zentrum, mal sehn wie sich das entwickelt...

9:20

Auf der Suche nach spannenden Partien bin ich bisher - logischerweise - nur begrenzt fündig geworden. Am ehesten vielleicht am ersten Brett zwischen Bad Königshofen und dem HSK:

Monika Socko (Hamburger SK) - Olga Girya (SC Bad Königshofen)

Da erst zwanzig Minuten hinter uns liegen, wird ein großer Teil der Züge, die zu dieser Stellung geführt haben, in irgendeiner Weise vorbereitet gewesen sein. Insofern ist es schwierig, die Stellung genau zu bewerten, aber auf den ersten Blick mit ich zufrieden mit unserem Weißbrett.

9:10

Die Spiele haben mittlerweile begonnen, die Fotorunde ist auch schon absolviert. Schachlich gibt es nach zehn Minuten natürlich noch gar nichts zu erzählen, aber wenigstens sind heute alle Mannschaften von Anfang an vollzählig.

8:50

Es gibt Aufstellungen, siehe oben. Drei der vier Mannschaften haben gegenüber gestern noch einmal verstärkt (Hofheim war bereits mit 1 bis 6 da), was zeigt, wie ernst alle anwesenden Teams den heutigen Kampf nehmen.

8:30

Liebe Schachfreunde,
die Technik ist aufgebaut, aus unserer Sicht kann es mit der Sonntagsrunde losgehen! Auch heute natürlich der Verweis auf die HSK-Homepage, von der aus man auch direkt zur Liveübertragung der Partien gelangt. Zur gestrigen Runde noch ein kurzes Resümee:

Die am Vortag unterlegenen Teams von Hofheim und Harksheide haben sich teuer verkauft. Der HSK hatte an den beiden hinteren Brettern schon zeitig schlechte Stellungen und musste dann vorn alles in die Waagschale werfen, um sich dennoch zwei Mannschaftspunkte zu ergattern. Unser Reisepartner nahm den nominell klar überlegenen Gegnerinnen anderthalb Punkte an den beiden Spitzenbrettern ab, und das war schachlich nicht unverdient. Insgesamt dauerten die Kämpfe bis in die sechste Stunde hinein, und erste heute wird sich zeigen, ob die aufgeopferten Kräfte nun in der vierten Runde vielleicht fehlen.

Vom Rest der Liga gab es gestern kaum Überraschungen. Die favorisierten Mannschaften von Baden-Baden und Deizisau erteilten ihren Gegnern die Höchststrafe; lediglich Schwäbisch Hall musste zittern und erreicht am Ende gegen Rodewisch ein knappes 3,5:2,5. In der unteren Tabellenhälfte trennten sich Karlsruhe und Rotation Pankow unentschieden. An beiden Enden der Tabelle gibt es noch zu viele Paarungen gegeneinander, als dass man schon Prognosen abgeben könnte; die heutigen Begegnungen hier vor Ort werden aber auf jeden Fall relevant für den weiteren Saisonverlauf sein.

Harksheide trifft auf Hofheim und hofft, den letzten Tabellenplatz verlassen zu können - an Motivation mangelt es jedenfalls nicht. Hamburg muss sich von der Spitzenposition aus gegen den Medaillenkonkurrenten Bad Königshofen zur Wehr setzen. Die ersten Runden haben gezeigt, dass der "Mannschaftskern" des HSK (bis jetzt durchgespielt haben Sarah, Filiz und Judith) eine echte Wucht ist, gegen die sich die Gäste erst einmal etwas einfallen lassen müssen. Wir hoffen erneut auf spannende Kämpfe.
Roland Voigt


Hamburger SK 4 : 2 SV Hofheim
1 Sarasadat Khademalsharieh 1 : 0 Sonja Maria Bluhm
2 Sarah Hoolt 1 : 0 Inna Agrest
3 Filiz Osmanodja 1 : 0 Karmen Mar
4 Judith Fuchs 1 : 0 Christina Winterholler
5 Anja Hegeler 0 : 1 Ulrike Rößler
6 Jade Schmidt 0 : 1 Alena Kushka

TuRa Harksheide 2 : 4 SC Bad Königshofen
1 Laura Unuk 1 : 0 Olga Girya
2 Julia Antolak : Polina Shuvalova
3 Maria Gosciniak 0 : 1 Tatjana Melamed
4 Nathalie Wächter 0 : 1 Alexandra Obolentseva
5 Emily Rosmait : Maria Schöne
6 Jasmin Zimmermann 0 : 1 Anna Gvanceladze


19:18

Die Spielerinnen haben ein Einsehen und einigen sich auf Remis. Bad Königshofen besiegt somit Harksheide mit 4:2. Gratulation an die siegreichen Teams des Samstags. Morgen geht es um 9 Uhr los, gute Nacht an alle Leser dieses Livetickers.

19:15

Und so sieht es in der letzten laufenden Partie aus:

Maria Schöne (SC Bad Königshofen) - Emily Rosmait (TuRa Harksheide)

Das Materialverhältnis und die Bauernstruktur sind seit Ewigkeiten unverändert. Weiß kommt nicht vorwärts, versucht es aber weiter...

19:12

Es ist vollbracht: Die Hofheimer Spielerin hat aufgegeben, 4:2 lautet damit der Endstand in diesem Mannschaftskampf.

19:10

Filiz hat den Läufer erobert, womit der Gewinn endlich in greifbare Nähe rückt.

19:06

Filiz ist einen ihrer Freibauern wieder los, und ich kann auf die Schnelle nicht erkennen, was der andere taugt. Fakt ist, das Spiel wird allmählich wieder hektisch, Bedenkzeit ist Mangelware. Im anderen Match macht Maria Schöne so winzige Fortschritte, dass sich der Rest ihrer Mannschaft inzwischen anschickt, essen zu gehen.

18:57

Jetzt tut sich doch etwas. Mit Mattdrohungen - echten oder nur vorgetäuschten - hat sie unter Aufgabe ihres h-Bauern die beiden Damenflügelbauern ihrer Gegnerin erobert.

18:42

Filiz macht nur sehr zäh Fortschritte. Immerhin ist sie jetzt mal auf die Idee gekommen, ihren König von Feldern der Läuferfarbe herunterzuziehen, was den HSK-verbundenen Zuschauern zumindest den einen oder anderen potentiellen Herzinfarkt erspart.

18:30

Harksheide siegt am Spitzenbrett! Für den Ausgang des Mannschaftskampfes macht es keinen Unterschied mehr, aber zumindest kann Laura Unuk mit dem guten Gefühl nach Hause gehen, gegen die derzeitige Nummer 15 der Weltrangliste gewonnen zu haben.

Die einzige noch laufende Partie in diesem Match ist so weit von der nächsten Gewinnchance entfernt, dass ich die Hoffnung habe, die Spielerinnen wollten nur noch etwas Zeit überbrücken und stellen ihre Bemühungen in Kürze ein.

18:20

Es ist endlich etwas Ruhe eingekehrt. Filiz arbeitet nach wie vor an ihrem vollen Punkt. Im Nachbarmatch nehmen die beiden noch fehlenden Ergebnisse allmählich konkrete Formen an: An Brett 1 (Diagramm weiter unten) ist die Spielerin von Harksheide mit dem König zum Damenflügel unterwegs, wonach der Verwertung des Mehrbauern nichts mehr im Weg steht. Auf Brett 5 steht ein weiteres Turmendspiel, dieses ist aber, wie schon erwähnt, bei normalem Spiel für keine Seite ansatzweise gewinnbar.

18:12

Jade hat verloren, es steht 3:2 für den HSK.

18:07

Sarah hat gesiegt, und da Filiz kaum verlieren wird, ist der HSK damit auch auf der sicheren Seite. Am Spitzenbrett des Nachbarkampfes darf Laura Unuk mit ihrer Gegnerin noch ein Weilchen Turmendspiele üben:

Olga Girya (SC Bad Königshofen) - Laura Unuk (TuRa Harksheide)

Das Endspiel ist nach meinem Verständnis prinzipiell gewonnen, die Verwertung kann - je nach Laune der Spielerinnen - noch eine Weile dauern.

18:05

Tatjana Melamed gewinnt für Bad Königshofen und bringt damit den Mannschaftserfolg in trockene Tücher. An Brett 5 ist ein Turmendspiel mit gleich vielen Bauern an einem Flügel entstanden, dass nach vernünftigen Ermessen todremis sein sollte.

18:00

Bei Sarah rechne ich in Kürze mit dem Punkt zum 3:1 (naja, vielleicht hat Jade vorher verloren). Filiz quält sich noch:

Karmen Mar (SV Hofheim) - Filiz Osmanodja (Hamburger SK)

Hier liegt noch ein Stück Arbeit vor unserem dritten Brett - zum Glück mit dem Rückhalt, dass auch ein halber Punkt zum Mannschaftssieg reichen sollte.

17:53

Wie ich gerade vom Schiedsrichter höre, hat Judith soeben gewonnen und damit die Mannschaft in Führung gebracht!

17:50

Der HSK nähert sich, auch wenn formal erst zwei Partien entschieden sind, einem Mannschaftssieg. Filiz und Judith haben jeweils eine Qualität mehr, Sarah hat diverse gefährliche Freibauern.

17:45

Es gibt ein Remis an Brett 2 im parallelen Match zwischen Harksheide und Bad Königshofen zu vermelden. Am Nachbarbrett ist Tatjana Melamed mit einer Mehrfigur aus einem taktischen Getümmel gegangen. Am Spitzenbrett hat Laura Unuk für Harksheide einen Bauern im Endspiel mehr, dafür spielt an Brett 5 nur Bad Königshofen auf Sieg.

17:40

Unser Kapitän Andreas Albers hat mich darauf hingewiesen, dass Judith gewinnen wird, und er hat wohl recht - sie hat eine Qualität mehr und die aktivere Stellung. Jade hat eine Dame gegen ein halbes Dutzend schwarzer Steine, das sieht weiterhin nach einem gegnerischen Sieg aus.

17:35

Bei Filiz nähert sich die Partie ihrem Höhepunkt:

Karmen Mar (SV Hofheim) - Filiz Osmanodja (Hamburger SK)

Unsere Spielerin hat gerade auf f2 einen Bauern gekeult, in der Hoffnung auf die Kraft der verbundenen Freibauern (vermutlich mit Recht). Hier könnte es den zweiten vollen Brettpunkt für den HSK geben.

17:30

Hier eine Momentaufnahme von Sarahs Brett:

Sarah Hoolt (Hamburger SK) - Inna Agrest (SV Hofheim)

Hier ist noch viel möglich (es folgte Tg5, glaube ich), aber Bauer ist Bauer, und angesichts des Standes im Mannschaftskampf dürfen wir nicht wählerisch sein...

17:27

Bei Jade überschlagen sich gerade ein wenig die Ereignisse, tendenziell mit dem besseren Ende für unsere Gäste aus Hofheim. Dafür haben Judith und Sarah je einen Bauern mehr, und auch die Stellung von Filiz sieht erfreulich aus (Diagramme folgen hoffentlich demnächst).

17:16

Einen Lichtblick für unseren Reisepartner von Harksheide gibt es am zweiten Brett:

Julia Antolak (TuRa Harksheide) - Polina Shuvalova (SC Bad Königshofen)

Irgendwo im Gefecht ist Schwarz eine Qualität abhanden gekommen (das Material kann man wohl nicht retten). Das ist nicht die Sorte Stellung, in der man aus Panik gleich aufgeben muss, aber zumindest hat Harksheide die besseren Karten.

17:13

Es steht 2:0 für Bad Königshofen. Zum Schluss hatte der Widerstand der Spielerin von Harksheide bestenfalls noch symbolischen Charakter:

Jasmin Zimmermann (TuRa Harksheide) - Anna Gvanceladze (SC Bad Königshofen)

Zwei Minusbauern, der weiße König ist abgeschnitten. Wenn der Turm sich rührt, fällt der Bauer auf b5, und zu allem Überfluss droht Schwarz, demnächst einen Freibauern auf der h-Linie zu bilden - hier gibt es keine Hoffnung mehr.

17:10

Ulrike Rößler gleicht umgehend für Hofheim aus, 1:1 lautet der Zwischenstand.

17:03

Ein erster Erfolg für Hamburg:

Sonja Maria Bluhm (SV Hofheim) - Sarasadat Khademalsharieh (Hamburger SK)

Sarasadat hat bis hierhin am Spitzenbrett souverän aufgespielt, sich die offene Linie geschnappt, usw. Dass es dann so schnell zum Sieg kam, hatten die wenigsten kommen sehen: Df2 Txb3, wegen der drohenden Fesselung der weißen Dame ist die Figur weg, und damit im Prinzip auch die Partie.

16:57

Bei Harksheide brechen jetzt alle Dämme. An Brett 2 hat Weiß einen Minusbauern anstelle des ursprünglichen Mehrbauern, und auch Maria Schöne an Brett 5 für Bad Königshofen scheint mit Vorteil aus der Taktik herausgekommen zu sein (Stellungen jeweils siehe unten).

16:50

Jade hat am sechsten Brett auch (mindestens) einen Bauern weniger. "Da steckte Absicht dahinter", so die Erkenntnis im Kommentatorenraum beim Nachspiel der letzten Züge. Überzeugend wirkt das alles leider nicht, hier droht ein weiterer Rückschlag. Die Mädels an den vorderen Brettern werden hart kämpfen müssen, um der Hamburger Favoritenrolle gerecht zu werden.

16:48

Der Vollständigkeit halber ein Blick auf das dritte Brett bei Harksheide:

Tatjana Melamed (SC Bad Königshofen) - Maria Gosciniak (TuRa Harksheide)

Das ist bisher eine der unauffälligsten Partien an diesem Austragungsort; ich denke, Weiß hat leichten Vorteil. Angesichts der Entwicklung des Mannschaftskampfes - an Brett 6 wird Bad Königshofen in Kürze erhöhen - kann Weiß es ruhig angehen lassen.

16:43

Von Sarah habe ich bisher gar nichts geschrieben; dort war in der Anfangsphase nix los, aber mittlerweile können wir auch dort mal reinschauen:

Sarah Hoolt (Hamburger SK) - Inna Agrest (SV Hofheim)

Also in dieser Stellung wüde ich mich mit beiden Seiten unwohl fühlen... Objektiv sollte die Sache halbwegs im Lot sein.

Nachtrag: Anja hat ihre Qualität wieder zurück, aber dafür gleich ein ganzes Büschel Bauern im Turmendspiel weniger - das sieht gar nicht gut aus.

16:38

Dafür, dass sie quasi eine halbe Stunde später angefangen haben, geht es am fünften Brett im Nachbarkampf inzwischen ordentlich zur Sache:

Maria Schöne (SC Bad Königshofen) - Emily Rosmait (TuRa Harksheide)

Da hängt mehr, als das Auge auf Anhieb zu überblicken vermag, und so beschränke ich mich auf die Feststellung, dass die Sitzhaltung der Schwarzspielerin große Zuversicht ausstrahlt.

16:30

Filiz hat eine geschwächte Königsstellung, scheint damit aber gut zurechtzukommen:

Karmen Mar (SV Hofheim) - Filiz Osmanodja (Hamburger SK)

In dieser Spanisch-Struktur (nehme ich an) sollte der schwarze König ausreichend geschützt sein. Auf Vorteil spielen kann man deshalb leider noch lange nicht. Ich schätze eher, Schwarz wird noch ein Weilchen mit der Neutralisierung der weißen Figuren beschäftigt sein (z.B. Sc5-e6-g5).

16:24

Ein paar Stellungen haben sich wieder beruhigt, zum Beispiel die bei Judith, wo jetzt erstmal wieder Entwicklung angesagt ist. Leider hat Anja eine Qualität eingestellt und muss klammern. Im Nachbarmatch machen sich 500 ELO-Punkte Differenz jetzt doch bemerkbar, Jasmin Zimmermann ist mit einer klar schlechteren Stellung aus einem größeren Abtauschgeschäft rausgekommen.

16:16

Am zweiten Brett hingegen hat Harksheide einen Mehrbauern:

Julia Antolak (TuRa Harksheide) - Polina Shuvalova (SC Bad Königshofen)

Weiß ist in der Überzahl, doch ist das echter Vorteil? Schwarz hat - trotz der weiteren Schwäche auf d6 - viel Potential, wenn sich die Figuren erst einmal befreien können. Die weiße Stellung hat hier und da ein paar Löcher, und ich rechne nicht damit, dass der a-Bauer so schnell zum Zuge kommt.

PS: Bad Königshofen hat den Vorteil am vierten Brett sicher in einen vollen Punkt umgesetzt und liegt somit 1:0 in Führung.

16:12

Bei Harksheide bahnt sich am vierten Brett unmittelbar ein Verlust an (die Gegnerin hat mit Schwarz zwei verbundene Freibauern auf d2 und e2 - ich kann nicht sagen, wie es so schnell dazu gekommen ist).

15:55

Hier das sechste Brett vom Gastgeber:

Jade Schmidt (Hamburger SK) - Alena Kushka (SV Hofheim)

Auf den ersten Blick steht Weiß stabil, Schwarz ist leicht eingeengt. Das sind jedoch typische Erscheinungen dieses Stellungsbilds; die Schwarzspielerin droht, sich langfristig mit b7-b5 zu befreien, wonach sie keine Sorgen mehr hätte. Es ist erstaunlich schwierig für Weiß, hier einen aktiven Plan zu finden, mit dem sie das Spiel weiterhin kontrollieren kann (f3-f4 hängt immer in der Luft, macht aber das Zentrum instabil und offen für schwarze Angriffe).

15:50

Am Spitzenbrett zwischen Harksheide und Bad Königshofen gibt es Entwicklungen:

Olga Girya (Bad Königshofen) - Laura Unuk (TuRa Harksheide)

Gerade hat sich ein Springerpaar auf e5 getauscht. Weiß stand die ganze Zeit etwas aktiver, dafür hatte Schwarz das Läuferpaar. Ob Weiß aus dem Raumvorteil etwas herauszuholen vermag, ist schwer zu sagen. Noch ist der schwarze Damenflügelaufbau etwas passiv, doch Schwarz droht sich allmählich zu befreien, und dann wäre der weiße Anzugsvorteil neutralisiert.

15:37

Bei Nathalie Wächter haben sich die Damen getauscht, wodurch die unmittelbare Gefahr für Leib und Leben erst einmal gebannt scheint, allerdings ist die Spielerin von Harksheide mit der deutlich schlechteren Struktur verblieben. Insgesamt hält der Underdog im Moment noch gut mit, außer an dem besagten vierten Brett gibt es kaum Tendenzen.

Beim HSK laufen die Dinge ebenfalls noch sehr ruhig an. Judith steht optisch unzufrieden, dafür gefallen mir zwei, drei der anderen Bretter. In Kürze folgt wieder eine konkrete Stellungsansicht.

15:28

Ein Blick auf Brett 6 vom Match unseres Reisepartners (ich bin ja seit kurzem Hamburger):

Jasmin Zimmermann (TuRa Harksheide) - Anna Gvanceladze (Bad Königshofen)

Weiß hat Raumvorteil, und das nicht zu knapp. Andererseits ist die Bauernstruktur schlechter als die ihrer Gegnerin; wenn man es schafft, die Schwäche auf c3 durch Vorziehen aufzulösen, behält man einen Isolani, und im übrigen würden die schwarzen Raumprobleme damit teilweise aufgelöst werden. Es ist hier noch zu früh, um eine Prognose abzugeben.

15:20

Am Spitzenbrett spielt Sarasadat eine solide Schwarzpartie:

Sonja Maria Bluhm (SV Hofheim) - Sarasadat Khademalsharieh (Hamburger SK)

Alles sehr schön harmonisch. Im Gegensatz zu Judith (siehe unten), deren Spielanlage doch nicht ganz so risikolos ist, wie ich dachte. Ihre Gegnerin fällt sie plötzlich mit Se4 an, mal sehen was da rauskommt. Und Nathalie Wächter im Nachbarkampf (Diagramm ebenfalls weiter unten) bereitet schon massiv Grund zur Sorge; sie hat einen Bauern auf b7 eingesammelt, aber ihr König steht in der Mitte, und die schwarzen Figuren preschen auf sie zu. Ich habe keinerlei Computeranalysen als Hilfsmittel zur Hand, doch sowas kann erfahrungsgemäß eine ganz schnelle Null werden...

15:10

Am fünften HSK-Brett braut sich was zusammen:

Ulrike Rößer (SV Hofheim) - Anga Hegeler (Hamburger SK)

Der schwarze Läufer auf c6 ist nicht gerade eine Granate, andererseits hat sich das weiße Pferdchen gerade verlaufen? Hier liegt viel Taktik in der Luft. Mein oberflächlicher Eindruck ist, dass Anja im Moment die besseren Karten hat.

15:05

Endlich, es geht wieder. Das nutzen wir gleich mal, um einen Blick auf das Brett von Judith (von vor ein paar Minuten) zu werfen:

Judith Fuchs (Hamburger SK) - Christina Winterholler (SV Hofheim)

Ich weiß nicht, wer von den beiden hier wie gut vorbereitet ist. Aber gerade als ich mich auf einen wilden Schlagabtausch freue, geht Judith den sicheren Weg und deckt mit Tb1 erstmal ihren Bauern...

14:50

Hier gibt es leider grad ein paar Probleme mit dem Einbinden von Diagrammen - sorry! Hoffentlich kann ich die Stellungen bald nachreichen...

14:35

Nachdem ich ein paar Fotos geschossen habe, ist es jetzt wohl an der Zeit, mal einen ersten konkreteren Blick auf die Bretter zu werfen. Am vierten Brett zwischen Harksheide und Bad Königshofen könnte es schon früh interessant werden:

Nathalie Wächter (TuRa Harksheide) - Alexandra Obolentseva (SC Bad Königshofen)

Das war mal sowas wie ein Vierbauernangriff - der aber schon zu Ende gewesen sein muss, bevor er richtig begonnen hat. Weiß hat bereits viel Zeit investiert, Schwarz noch gar nicht, und die Weißspielerin sieht auch nicht glücklich aus. In solchen Stellungsbildern kann es sich sehr schnell rächen, wenn man nicht entwickelt ist, hoffentlich kriegt sie die Kurve.

14:22

Bad Königshofen ist jetzt vollzählig - Maria Schöne hat es rechtzeitig ans Brett geschafft und führt die ersten Züge aus. (Viel Rückstand auf den Rest der Doppelrunde hat sie ohnehin nicht.)

14:15

Nach einer Viertelstunde gibt es nichts zu sehen, was ich für absolutes theoretisches Neuland halten würde. An einem der zwölf Bretter steht leider unverändert die Grundstellung.

14:10

In der Anfangsphase gibt es bisher kaum was zu tickern. Emily Rosmait von Harksheide ist mittlerweile eingetroffen, ihre Gegnerin Maria Schöne fehlt immer noch.

14:02

Der Startschuss ist gefallen, die Spielerinnen sitzen fast alle an den Brettern. Nur am fünften Brett zwischen Harksheide und Bad Königshofen ist noch keiner da, anscheinend gab es da Anreiseprobleme.

13:50

Alle Mannschaftsmeldungen sind jetzt da, in zehn Minuten geht es los.
In eigener Sache: Meine Internet-Verbindung ist nicht hundertprozentig stabil; wenn mal eine Weile nichts mehr kommt, bitte nicht wundern.

13:30

Liebe Schachfreunde,
willkommen zum Liveticker der dritten und vierten Runde der Frauenbundesliga 2018/2019 aus Hamburg! Ich möchte gleich zu Beginn darauf hinweisen, dass über die Webseite des Ausrichters auch eine Liveübertragung angeboten wird. Wer abgesehen von den reinen Stellungen aber ein paar zusätzliche schachliche Gedanken direkt aus dem Spielsaal hören möchte, der ist herzlich eingeladen, hier mitzufiebern.
Ein paar kurze Worte zu den vier Mannschaften, die wir hier vor Ort erleben dürfen:

Hamburger SK:
Die Hamburgerinnen, welche kürzlich bei der Olympiade einen Großteil der Frauennationalmannschaft stellen durften, haben einen herausragenden Saisonstart erwischt. In der ersten Doppelrunde besiegten sie Schwäbisch Hall und Deizisau, nominell zwei Mitbewerber um die vorderen Plätze, jeweils verlustpunktfrei mit 4,5:1,5. Man soll sein Glück bekanntlich nicht beschreien, trotzdem könnte dieser Einstiegserfolg die Weichen für ein besonders gutes Spieljahr stellen.

TuRa Harksheide:
Das junge, sympathische Team aus der Nachbarstadt Norderstedt hat nach 2016 ein zweites Mal den Sprung in die höchste Spielklasse geschafft und wird es dort zweifellos wieder schwer haben. Am ersten Wochenende kassierte die Mannschaft zwei Niederlagen, verkaufte sich aber teuer; unter anderem gelang Nathalie Wächter ein Achtungserfolg, indem sie am vierten Brett zwei deutlich stärkere Gegnerinnen niederstreckte.

SV Hofheim:
Hofheim gehört erwartungsgemäß ebenfalls zu den Abstiegskandidaten (im letzten Jahr glückte knapp der Klassenerhalt). Die Mannschaft aus Hessen verlor zu Saisonbeginn zweimal knapp, darunter war ein 2:4 gegen den Vorjahresmeister Baden-Baden. Es ist damit zu rechnen, dass auch diesmal die direkten Kellerduelle letztendlich den Ausschlag darüber geben werden, wer den Verbleib in der Liga schaffen wird.

SC Bad Königshofen:
Der Meister von 2013/14 und danach noch mehrmaliger Bronzemedaillengewinner startete mit einem 3:3 gegen Baden-Baden in die Saison, dabei brachten beide Mannschaften nur die eiserne Reserve an die Bretter. In Bestbesetzung - dazu zählt sicher trotz des leichten ELO-Defizits gegenüber den Nachbarbrettern die junge deutsche Einzelmeisterin von 2017 Jana Schneider - kann Bad Königshofen bestimmt ein Wort um den Titel mitreden.

Am Samstag trifft der Gastgeber mit Schwarz am ersten Brett auf Hofheim. Das ist zumindest auf dem Papier die leichtere Kost, doch ich wiederhole: Man soll es nicht beschreien. Im Parallelkampf ist der Reisepartner Harksheide gegen eine zahlenmäßig überlegene Truppe aus Bad Königshofen gefordert. Und am Sonntag kommt es zu den vorn und hinten potentiell richtungsweisenden Duellen zwischen Bad Königshofen und dem HSK sowie zwischen Hofheim und Harksheide.
Roland Voigt